Es wurde gestampft

Nach dem Aufruf zur Sauerkrautaktion hat Inga alle Interessierten per Email miteinander in Kontakt gebracht, so dass wir dann alles weitere organisieren konnten: Termin, Ort, Kohl, Salz, Kümmel, Hobel, Stampfer, Gärfässer, Messer und Schneidebretter.

Mit Sigrid, Gerd, Charlotte, Berit, Roman und Britta hat sich eine kleine schlagkräftige Truppe zusammengefunden. Dank der guten Vorbereitung von Sigrid und Gerd konnten wir gleich gut durchstarten. Sie haben am Vorabend neun Kisten Kohl bei Bartsch abgeholt und sind mit allerlei anderen Utensilien am Samstag morgen um 10 Uhr in unserer Wohnung in Bergedorf aufgeschlagen. Dank kleiner Sackkarre ließ sich der Kohl problemlos in den Garten rollen. Dort haben wir zunächst den Kohl "küchenfertig" gemacht, d.h. die äußeren Kohlblätter entfernt und (wenige) schlechte Stellen weggeschnitten. Dann wurde sowohl drinnen als auch draußen gehobelt und geschnibbelt.

"Pi mal Daumen" haben wir die Schüsseln, die in den großen Fässern verschwunden sind, abgewogen und ca. 2% Salz hinzugefügt, so wie eine Prise Kümmel. Gerd und Roman haben draußen gestampft was das Zeug hält.

Nachdem 50kg gehobelter Kohl in den beiden großen weißen Fässern verschwunden waren, konnten wir eine schöne Pause mit Kaffee und Charlottes Vierländer-Apfelkuchen und sogar ein bisschen Sonne genießen. Danach sind die weiteren gut 40kg fast wie von selbst im braunen Gärtopf und drei roten Ketchup-Eimern verschwunden. Kurz vor 16 Uhr war alles verhobelt, und wir haben die Aktion mit einer kleinen "Verköstigung" von fermentierten Tomaten mit Brot ausklingen lassen. Von der Menge und Zeitdauer hat es super gepasst, so dass es keinem von uns zu lang oder zuviel geworden ist. Es ging alles gut von der Hand und hat richtig Spaß gemacht.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Milchsäurebakterien auch noch ihren Job machen, der Weißkohl zu Sauerkraut wird und allen gut schmeckt. Bei der Aktion im 1. Solawi-Jahr war keiner von uns dabei und wir hatten keine Erfahrung mit diesen großen Mengen oder den Gärfässern. Nach kurzem Fachsimpeln waren wir uns aber immer einig und so sind wir optimistisch, dass es in ein paar Tagen anfängt in den Gärröhrchen zu blubbern. Bis dahin können wir uns noch überlegen, wie die passenden Anteile am besten in den Depots landen. Wir sind auf jeden Fall auf das Endergebnis gespannt!

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Kommentare: 1
  • #1

    Birte Reuver (Samstag, 17 Oktober 2020 20:40)

    Wow, das hört sich ja nach vollem Einsatz an, Hut ab!!
    Ich drücke die Daumen, dass das Kraut sich wunschgemäß entwickelt und bin gespannt auf die Kostprobe :-)

    Birte