Neues vom Acker KW 32

Liebe Solawistas,

 

nach einer etwas kühleren Episode ist – wie ihr sicherlich selbst bemerkt habt – der Sommer wieder zurückgekehrt. Letzte Woche konnten wir auch am späten Vormittag noch in den Gewächshäusern arbeiten, diese Woche ist das unmöglich. Und auf dem Acker müssen wir wieder ordentlich beregnen. Das tun wir immer in den Abendstunden, wenn sich ab ca. 20 Uhr der Wind legt und weniger von unserem Gießwasser verdunstet, bevor es überhaupt für die Pflanze verfügbar geworden ist.

Je wärmer und trockener die Sommer werden, desto besser müssen wir darauf achten, kein Wasser zu verschwenden, und Mittel und Wege finden, durch Pflanzenwahl und Gestaltung der Ackerflächen, z. B. durch Integration von Bäumen, auf natürliche Weise Feuchtigkeit im Boden zu halten. Das ist nicht nur für uns in der Solawi relevant, sondern ein Thema, das die Landwirtschaft insgesamt betrifft, denn künstliche Bewässerung kostet Energie, Zeit und Geld, um Pumpen zu betreiben, und sie verursacht langfristig eine Senkung des Grundwasserspiegels, sorgt also selbst für die Verschlimmerung des Problems, das sie beheben soll. Je mehr wir also Wasser sparen bzw. Verluste vermeiden können, desto nachhaltiger ist es.

Die Pflanzen, die wir diese Woche in den Boden gebracht haben, sind allerdings froh und dankbar, wenn abends der Regner beginnt sich zu drehen, denn wenn wir sie so klein und zart in die trockene Erde setzen, lassen sie in der Hitze ganz schön die Ohren hängen. Dabei läuten sie eigentlich schon den Herbst ein: Endivien und Radicchio werden erst im Oktober erntereif; Rucola und Fenchel sind allerdings etwas früher fertig. Außerdem haben wir verschiedene Rettichsorten, Herbstrübchen und Lauchzwiebeln gesät und Mangold gepflanzt.

Auf dem Acker wächst derweil der Mais buchstäblich in den Himmel und bildet auch schon schöne Kolben aus, und die Rote-Bete-Ernte für den Winter scheint gut zu werden. Die Dinger sind jedenfalls schon ganz schön groß. Nur der Herbst-Blumenkohl musste leider eine Erdfloh-Attacke über sich ergehen lassen. Wir drücken ihm die Daumen, dass er sich nach einer Behandlung mit Urgesteinsmehl wieder erholt und wir dann doch noch etwas von ihm ernten können!

 

Habt noch eine schöne Woche!

Kristina

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Wolfgang Bartsch (Freitag, 07 August 2020 10:51)

    Moin Kristina, das hast du gut auf den Punkt gebacht mit dem Bewässern! Danke, weis ja nicht jeder Konsument