Neues vom Acker KW 27

Die Woche fing bedeckt an, was uns ein wenig Atempause verschaffte. Zwar hat der Regen auf Hof Eggers (9mm) gerade ausgereicht, um den Boden von Beton in Krümel zu verwandeln - insofern müssen wir dort fleißig weiter bewässern - dafür gab's in der 7 km entfernten Gärtnerei 28 mm Niederschlag. Wahnsinn, wie stark die kleinräumigen Unterschiede sind.

Und es gab den Bonus, dass uns die Gurken in diesen Tagen nicht weiter verbrennen. Die Mimöschen sind nämlich verdammt empfindlich an ihren zarten Köpfchen, und wachsen dann im schlimmsten Fall einfach nicht weiter. Daher werden wir vorsorgen und vor der nächsten Sonnenphase eine Mischung aus Kreide und verdünnter Magermilch auf die Scheiben spritzen, um den Gurken etwas Schatten zu spenden. Klingt ulkig, ist aber eine total etablierte Vorgehensweise.

 

Derweil freuen wir und - wie man auf dem Bild sieht - auch die sechsbeinigen Freunde, uns an der Gründüngung auf Hof Eggers: Erbsen, von denen man im Vorbeigehen naschen kann und die lila Phacelia dominieren das Bild - und der Ton wird durch das Summen dominiert. So soll es sein.

Mit Zwischen- und Untersaaten geben wir uns dieses Jahr viel Mühe: Oben im Bild seht ihr die Reihen der Dicken Bohnen, dazwischen lila blühend wieder Phacelia. Wir wollen möglichst wenig nackten Boden, stattdessen Durchwurzelung, Beschattung, Lebensraum, Nahrung. Tritt die Phacelia dann mit der Dicken Bohne in Lichtkonkurrenz, trampeln ein paar GärtnerInnenfüße sie platt und machen sie so zu einer dichten Mulcheschicht, die wiederum das Aufkommen von Beikraut minimiert, Feuchtigkeit im Boden hält, und den Bodenorganismen Nahrung bietet.

 

...wie das mit den Möhren ist, haben wir ja nun schon an unterschiedlicher Stelle berichtet - kaum ist man fertig, muss man wieder von vorne anfangen zu jäten. Die Reihen im linken Bild sind die gerade fertig gejäteten, die auf dem rechten Bild, die zuallerst gejäteten. Wir müssen also wieder ran. An dieser Stelle möcht ich mich - mal wieder - sehr herzlich bedanken: Ihr habt unseren Hilferuf gehört, und seid gekommen - voll gut! So haben wir den ersten Jätegang gemeinsam rechtzeitig abgeschlossen. Jetzt heißt es dranbleiben. Nächsten Samstag ist unser nächster Wochenendtermin. Lasst uns gemeinsam unsere Winterversorgung sichern!

Damit die Winterversorgung nicht zum großen Teil den Mäusen zufällt haben wir dank Rainer und Britta jetzt übrigens 5 Ansitzstangen für Greifvögel. Noch merkt man es nicht, aber im Herbst werden die Mäuse, derer es nach dem milden winter wohl viele geben dürfte, sich sehr über die Möhren freuen. Wir hoffen, das Räuber-Beute-Verhältnis mit den Ansitzstangen ein bisschen zu beeinflussen.

 

Habt eine schöne Rest-Woche!

Inga