Neues vom Acker KW 26

Liebe Solawistas,

 

wir jäten Möhren. Von Dienstagfrüh bis Mittwochabend, zu zweit, zu dritt, zu viert, einmal sogar zu acht! Jede Hand, die uns helfen kommt, beschleunigt den Prozess und sorgt dafür, dass wir das Zeitfenster, in dem das Unkraut groß genug ist zum Jäten, aber noch klein genug, dass es nicht nervig wird, nicht verpassen. Bei einem Teilstück der Möhren haben wir es schon verpasst: Da gilt es dann mehr, die Möhren aus einem Kräuterwald in sorgsamer Kleinarbeit freizulegen.

Und wenn wir mit den Möhren durch sind (20 Reihen fehlen noch), geht es mit Mais, Rote Bete, Porree, Knollensellerie weiter. Und auch die Möhren müssen noch ein zweites Mal gejätet werden, bis sie selbst genug Möhrengrün gebildet haben, dass neben ihnen nicht mehr so viel anderes aufwachsen kann.

Diese Arbeit ließe man gerne von Maschinen erledigen. Problem: Solche Maschinen gibt es nicht, oder jedenfalls nicht in einer Preisklasse und Größe, dass sie für unsere verhältnismäßig kleinen Flächen sinnvoll wären.
Also sind wir selbst die Maschine, mit Fingern als Präzisionswerkzeugen, und Augen, die mit etwas Übung sehr genau unterscheiden können, ob es sich um eine Möhre oder eine kleine Kamille handelt. Vielleicht entsteht ja irgendwann in einer Hightech-Schmiede ein erschwinglicher selbstfahrender kleiner Jäteroboter, sodass die Youtube-Videos von staubsaugerfahrenden Katzen ersetzt werden durch welche von Hasen, die sich mit fasziniertem Blick auf das in Windeseile weggeschnurpselte Unkraut von einem Jäteroboter herumkutschieren lassen. Würde ich mir angucken. (Und dabei Ideen spinnen, wie ich denn jetzt die ganzen Hasen von meinem Feld runterbekomme...)

Außer dem Jäten passierte noch Folgendes: Es wurde in dieser Woche auf unserer Kleegrasfläche Heulage gemacht (40 Rundballen! Enorm!), die wir dann zum Mulchen verschiedener Kulturen benutzen können.

Und wir haben in den Gewächshäusern weiter unsere Gurken, Tomaten, Auberginen und Melonen (ein Versuch! Mal sehen, ob das funktioniert und wie die Erträge sind) gepflegt. Sie wachsen fleißig und werden uns in nicht mehr allzuweit entfernter Zukunft mit Früchten bescheren. Auch die Zucchiniernte gerät in Sichtweite.

Wir hatten Besuch von zwei Journalistikstudentinnen, die eine Instagramstory über Solawis machen und bei uns gefilmt haben.

Es war heiß. Besonders heute. Deswegen ist an dieser Stelle Ende des Neuen vom Acker, denn in meinem Kopf geht das Thermostat langsam über Betriebstemperatur. Habt schöne Tage!

Kristina

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