Neues vom Acker KW 17

Liebe Solawistas,

seit der letzten Ackerpost ist so viel passiert, dass eine Liste dessen als Tippaufgabe eigentlich ausreicht. Der Einfachheit halber führe ich euch mal chronologisch durch die Woche:

Am Sonntag kam aus dem Lüneburger Heide ein Neuzugang zu uns: unsere Partnerin für eine ganze Menge Transportaufgaben auf dem Eggers-Acker. Sie ist (noch?) dottergelb und etwas rostig, aber sie hat einen Motor und einen Anhänger. Eleganz sieht möglicherweise ein bisschen anders aus, aber dieses Kriterium steht ja nicht an allererster Stelle. Sobald die Wege auf dem Acker
genügend gefestigt sind, kann das kleine Einachs-Gespann uns dort jedenfalls tatkräftig unterstützen.

Am Montag wurden von bzw. mit einem großartigen Helfertrupp in der Gärtnerei quasi alle

Freilandkulturen gehackt und das erste Gewächshaus mit Tomaten vollgepflanzt (das ein anderer

großartiger Helfertrupp in der Woche davor von den Vorkulturen geräumt und danach mit Mist

versorgt hat). Rutje, Pilu und Matina strecken ihre Wurzeln also endlich in den echten Boden. Bis

sie Früchte tragen, ist es allerdings noch ein Weilchen hin. Man glaubt es vielleicht nicht, aber diese

Tätigkeiten dauern länger als man so denkt.

 

 

Dienstag war dann Ouvertüre auf Hof Eggers: Der Boden lag nackt und bloß wie ein sehr großes leeres Blatt Papier da und wartete darauf, dass er endlich bepflanzt wird. Davor noch nötig: ein sehr, sehr langes sperriges und ziemlich schweres Bewässerungsrohr muss an die richtige Stelle auf dem Acker gezerrt werden. Davor muss man ausmessen, wo diese richtige Stelle auf dem Acker ist
(nämlich da, wo später unsere Wege zwischen den Beeten liegen). Wenn alles gezerrt, angeschlossen, geprüft, korrigiert und für gut befunden ist, hat man schon einige tausend Schritte gemacht und fühlt sich, als hätte man dabei mit einem Elefanten Tauziehen gespielt. So ungefähr jedenfalls (meine Erfahrungen in dem Bereich liegen möglicherweise etwas zurück).

 

 

 

Dann werden mit Maßband und Plastikstecken die Parzellen abgesteckt, auf die dann in den kommenden Wochen die einzelnen Kulturen gepflanzt bzw. gesät werden. Habe ich schon erwähnt, dass wir auch am Dienstag einen großartigen Helfertrupp zu unserer Unterstützung bei uns hatten?
So war dann sogar noch Zeit, die Dicken Bohnen einzusäen.

Und heute, Mittwoch, haben die ersten Pflanzungen auf dem Acker stattgefunden (mit Unterstützung durch einen großartigen Helfertrupp!): Spinat, Kohlrabi, Mairübchen, Fenchel, Rote Bete und ein Blühstreifen haben jetzt ihren „harten Arbeitsalltag“ (Danke, Uta!) in der zur Zeit sehr trockenen, harten und doch ziemlich klumpigen Erde aufgenommen. Aber da es ja die Bewässerung

gibt, wird sich der Boden schnell in einen für Pflanzen angenehmeren Zustand begeben.

Und last, not least: auf einem Drittel des Ackers, nämlich den, den wir zu allerletzt, im Sommer, bepflanzen werden, wurde mit dem großen Trecker von Hof Eggers ebenfalls eine Gründüngersaat ausgebracht. Auf diesem Teil wächst sonst sehr viel Distel und Quecke, die durch diese Saat, die schnell keimt und den beiden Licht, Nährstoffe und Wurzelraum raubt, unterdrückt werden. Toi, toi,

toi, dass es bald ein bisschen regnet und diese Saat dann auch aufgeht!

Danke, ihr Helfer und Helferinnen, für eure Unterstützung! Und fürs Abstandhalten und euer Kommen per Individualverkehr :-) Hoffentlich hält sich euer Muskelkater in Grenzen. Ohne euch wären wir diese Woche nicht so weit gekommen.

Habt eine schöne Restwoche!

Kristina

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Kommentare: 2
  • #1

    Birte (Donnerstag, 23 April 2020 12:45)

    Ach, das klingt ja wirklich - und ihr seid allesamt großartig! Den Regentanz werde ich heute noch aufs Parkett legen, macht jemand mit? Hoffentlich hilft es...

  • #2

    Charlotte (Donnerstag, 23 April 2020 13:17)

    Liebe Birte, ich tanze schon seit Tagen ;), aber wenn Du mit der Ukele dazu aufspielst, gelingt es sicher!