Neues vom Acker KW 15

Was war seit der letzten Ackerpost?

Ole übt sich darin, auf dem Wasser zu gehen (Tatsächlich balanciert er auf einer Tonne, die im schlammigen Untergrund des Kanals steht. Vielleicht kein Wunder, aber bewundernswert.) - und gleichzeitig ein gewinkeltes Rohr mit einer Muffe am Saugkorb mit einem geliehenen Spezialwerkzeug, das wir keinesfalls verlieren wollen, festzuschrauben. Während ich ihn leider kurz mal nicht unterstützen kann, weil ich das fotodokumentieren muss. Den Saugkorb installiert, schleppen wir unsere Benzinpumpe durch 100 m Schilfgürtel zum Wasser, freuen uns tierisch, dass sie anspringt, und das Saugrohr von unten vollpumpt. Schnell den Hahn zu gedreht, mit der Pumpe den Rückweg angetreten, und sie oben ans Saugrohr gehängt. Schön gerade austariert, da die Verbindung sonst Luft zieht, die Wassersäule abreißt und nicht angesaugt werden kann. Immer wieder schön, wenn so roughe Technik so gut funktioniert. Dieses Jahr haben wir der Pumpe sogar ein stabiles Podest gebaut, auf dem sie und ihr Dach stehen können. Ersetzt die verrottete Palette, die immer in den Graben abzustürzen drohte.

Jetzt steht dem Anregnen der Kulturen, die wir ab nächster Woche auf unserem Eggers Acker pflanzen, nichts (oder nicht mehr viel) im Weg.

Außerdem ganz neu und exklusiv: Unsere neue Jungpflanzen-Anzuchtstation. Jungpflanzen härtet man am besten etwas ab, bevor sie gepflanzt werden. Sprich, sie sollten Licht und Wind ausgesetzt sein, um eine Cuticula auszubilden, die Wachsschicht auf den Blättern, und Strukturelemente in ihr Gewebe einzubauen. Das klappt nur draußen und nicht in Gewächshaus oder Halle, wo wir sie bisher stehen hatten. Da wir uns dieses Jahr noch mehr trauen wollen, Jungpflanzen selbst anzuziehen - speziell jene Kulturen die es beim Jungpflanzenproduzenten unseres Vertrauens nur als Hybride gibt - brauchen wir einen speziell hergerichteten Platz, auf dem die Pflanzen geschützt, aber nicht zu sehr geschützt stehen, wo sie vor Schnecken, Kohlweißling (und den zig anderen Kohlschädlingen) sicher sind. Den haben wir nun. Unterlegt mit Bändchengewebe, eingeschlagen in Kulturschutznetz und ggfs. Vlies sollten sie sicher sein.

Was war sonst noch? Der zweite Teil der Frühjahrsmöhren ist gesät. Uta hat dankenswerterweise angefangen unsere diversen Kistensorten zu sortieren, damit wir beim tarieren nicht immer so genau hingucken müssen. Sigrid und Gerd haben euren Rosenkohl, den nächsten Kohlrabi und Spinat auf Platten gesät. Wir haben Petersilie und Salat gepflanzt, Radieschen gesät, viel gehackt, geräumt, gejätet. Noch kommt man hinterher.

 

Bleibt gesund!

inga