Neues vom Acker KW 43

Seit der letzten Ackerpost  waren wir beschäftigt mit Büroarbeit (Ausgabencontrolling in Vorbereitung der Mitgliederversammlung, Anbauplanung, vielviel Kommunikation,...), die Lagerernte geht in die dritte Woche - jetzt ist neben der Steckrübe auch die Knollensellerie sicher in unserem angemieteten Lager.

Die Rote Bete wird uns noch bis in die nächste Woche begleiten, davon sind immerhin 2/3 eingebracht.

Heute hat Thorsten uns bei der Lagerernte unterstützt - vielen Dank!

Wie ihr wisst, findet ihr hier jeden Sonntag Mittag den Mitmach-Erntetermin für die kommende Woche. Falls es euch auch mal juckt, und ihr Zeit erübrigen könnt, lasst euch das nicht entgehen. Es ist eine große Freude, die Ernte einzubringen.

Man kann dabei auch wunderbar die Vorlieben der Nager beobachten: Bei der Roten Bete probieren sie lieber mal hier und da, oder raspeln eine ganze Knolle klein, ohne sie zu fressen, während sie sich in die Knollensellerie eher eine lauschige Höhle hinein nagen. Manchmal stört man auch die Kinderstube und es hoppeln ungelenke, kugelförmige, kurzschwänzige Mäusebabys durch die Rote Bete, die noch nicht wissen, dass sie eigentlich Angst vor uns haben.

Der bunte "Rainbow" Mangold von letzter Woche war eine Rettungs-Ernte. Gut 1/3 war an Maus und Reh gegangen. Wolfgang hatte sie ertappt, und wir fanden noch ihre Spuren.

Ebenso beliebt sind die Endivien. Zwar haben wir jetzt Kulturschutznetze darüber gelegt - aber das hält nur die Rehe ab. Die Mäuse müssen darunter keine Angst vor dem Habicht mehr haben. Daher: Auch von den Endivien werden wir in den nächsten Wochen einiges an euch verteilen.

Wir haben versucht, alle abgeernteten Flächen direkt mit Wicke-Roggen-Gemisch als Gründüngung einzusäen (auf dem Bild neben dem Feldsalat-Blatt keimt's). Bis Mitte Oktober gesät, läuft noch genug auf, so dass die Wurzeln Nährstoffe aufnehmen können, die dann nicht ausgetragen werden. Die Wurzeln geben den Bodenorganismen Nahrung, dem Boden Halt, stabilisieren das Porensystem und erhalten die Drainierfähigkeit, lassen Luft in den Boden. Der Aufwuchs beschattet den Boden etwas, vermindert die Ausschläge Feuchtigkeit/Trockenheit und Wärme/Kälte. Kaum ein Bodenorganismus mag Extreme, und so wird ein Boden mit Gründüngung auch als Lebensraum attraktiver.