Viva los tomatos (von Elena)

Letztes Jahr im September haben einige Interessierte, in den Anfängen der Solawi, das Gewächshaus von Wolfgang leergeräumt- inklusive Ernte der roten und grünen Tomaten.

 

Nun hat die Acker AG an den letzten 2 Samstagen unsere erste eigene ‚grüne-Tomaten-Ernte‘ eingefahren 😊

 

Zuerst haben wir die noch vorhandenen unreifen/reifen Tomaten abgepflückt und in Kisten gelagert. Der hilfreiche Tipp von Inga wurde direkt umgesetzt: Erst unten die Tomatenpflanze aus dem Boden ziehen und danach die Schnüre oben lösen. Schwupps zack peng ist die Tomatenpflanze erlegt.

 

Das Schlachtfeld haben wir dann nach der Devise ‚die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen‘ beseitigt. Also den Mulch auf den guten Kompost und die Tomatenpflanzen auf den ‚nicht so guten‘ Kompost verbannt.

 

Jetzt haben Inga und Ole wieder mehr Platz, um die nächsten Kulturen zu pflanzen und wir können demnächst eine Tomatenschlacht machen, juhuuu!

 

Quatsch mit Soße, wir können die Tomaten noch lekker lekker verspeisen. Aufgepasst! Nächsten Freitag werden jedem Depot 5 Kisten grüne/(rote) Tomaten frei zur Verfügung gestellt. Wir, als Acker AG, haben bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht grüne Tomaten nachreifen zu lassen. Sie werden wohl nicht mehr ihr vollkommenes Aroma entfalten, aber genießbar sind sie auf jeden Fall!

 

Ein paar Tipps zum Nachreifen:

 

  1. Tomaten möglichst trocken nebeneinander, nicht übereinander, lagern

  2. 1-2 Äpfel mit dazu legen (sie enthalten das Reifegas Ethylen und fördern somit den Reifungsprozess) oder die Tomaten in Zeitungspapier wickeln, dann bereifen sie sich auch gegenseitig

  3. Unbedingt bei mindestens 10°C lagern, damit keine Kälteschäden entstehen (je wärmer man sie lagert, desto schneller reifen sie nach)

  4. Möglichst nur die unversehrten Früchte nachreifen lassen und zur Sicherheit alle 2 Tage eine kurze Kontrolle auf Faulheit oder braune Stellen durchführen

  5. Die grünen Strünke sollten vorab entfernt werden, da sich auf ihnen noch Pilzkrankheiten oder Ähnliches tummeln könnten

So, und wer jetzt denkt: „Schluss, Schluss! Es hat ja keinen Zweck! Der Nächste bitte!“.. Dem präsentiere ich jetzt noch zwei Rezeptvorschläge für die Verarbeitung von grünen Tomaten:

 

  1. Grüne Tomaten Konfitüre

 

 

Zutaten:

 

 1kg grüne Tomaten

 eine geriebene Zitronenschale

 30g frischen Ingwer

 1kg Gelierzucker

 

 

Zubereitung:

 

Die Tomaten waschen und in kleine Stückchen schneiden. Den Ingwer schälen und kleinraspeln. Dann die kompletten Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen. Die Masse über Nacht zugedeckt durchziehen lassen.

 

Am nächsten Tag noch ca. 1EL Zitronensaft hinzugeben und dann alles zusammen unter Rühren für etwa 4-6 Minuten köcheln lassen.

 

Danach die noch heiße Konfitüre in blitzeblanke Gläser abfüllen und fertig ist.

 

  1. Grüne eingelegte Tomaten nach rumänischer Art (süß-sauer)

 

Zutaten:

 

 1kg grüne Tomaten

 1 L Wasser

 5 Knoblauchzehen

 1 L Essig

 6 EL Zucker

 Zubereitung:

 

Die Tomaten waschen und je nach Größe vierteln oder halbieren. Kleine Tomaten können im Ganzen verwendet werden, müssen jedoch mit einer Gabel gut eingestochen werden, damit die Flüssigkeit gut eindringen kann.

 

Dann wird wie folgt ein steriles Glas befüllt:

 

Geschnittene Tomaten, geschälte Knoblauchzehe, 6 EL Zucker, 1 Liter aufgekochtes Wasser, 1 Liter Essig

 

Als Zwischenschritt: Immer mal wieder Umrühren!

 

Es kann noch zusätzliches Gemüse wie z.B. Radieschen, Zwiebeln oder Weißkohl hinzugegeben werden- je nach Vorliebe und Verfügbarkeit 😉 Und selbstverständlich auch weitere Gewürze.

 

Das Glas sollte entsprechend der Tomatenmenge gewählt werden. Die eingelegten Früchte müssen mit Flüssigkeit bedeckt sein und das Glas dementsprechend bis zum Rand gefüllt. Bei restlichem Freiraum sonst einfach nochmal mit heißem Wasser auffüllen.

 

Deckel drauf und gut verschlossen für 4 Wochen an einem kühlen dunklen Ort durchziehen lassen.

 

et buon appetito!

 

Wen das alles nicht anspricht, bitte gerne nach weiteren Rezepten suchen und ausprobieren.

 

Herbstliche Grüße

 

Elena

 

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