Kompostklobau (von Charlotte)

Fünf vor zwölf
Die bereits länger begonnene Planung eines Kompost-Klos war ins Stocken geraten …
Nach dem Motto „besser spät als gar nicht“, versammelte sich einen Tag vor unserem Hoffest eine Gruppe Unerschrockener: Basti, Erich, Hartmut, Inga, Kristina, Michael mit Sohn Karl und ich. Bestens versorgt mit diversen  Werkzeugen schwärmten wir zunächst zur Schatzsuche aus. Wolfgang Bartsch hatte uns erlaubt, von ihm über die Jahr(zehnt)e Gesammeltes für das Klohäuschen zu verbauen. So kam aus den Schuppen ein Sammelsurium an Brettern, Vierkanthölzern, Türblättern, Türzargen usw. zutage.
Inga hatte vorausschauend bereits besorgt, was wir nicht selbst bauen konnten - nämlich das Innenleben des Klos mit Urinabscheider, Klobrille und Deckel einschließlich ausgedienter Lebensmittelbehälter (großer Eimer mit Deckel) und Kanister.
Alle hatten ein Bild im Kopf und so bauten wir in mehreren Gruppen dann los. Die Ergebnisse ließen sich sehen! Es stellte sich allerdings bei genauerem Hinsehen – oder war es beim Zusammenbau? - bei den Seitenteilen heraus, dass die Bilder im Kopf nicht ganz deckungsgleich gewesen waren. Neue Herausforderungen taten sich auf, die ausdiskutiert werden wollten.
Basti musste los zu seiner Geburtstagsnachfeier, Michael und Sohn machten sich auf den Heimweg; toll, dass du so lange durchgehalten hast, Karl!
Während Erich und Hartmut sich das Ganze schwer durch den Kopf gehen ließen, gingen Kristina und Inga kurzentschlossen an die Kreation einer Klappe an der Rückwand für die Entnahme des Schieteimers sowie recht künstlerischer Verschönerung der rechten Seitenwand. Ich sägte und hämmerte ein paar Zierleisten beim Klositz an.
Learning by doing: Dank Ingas genialer Idee, die vorhandenen Bretter, die von den Längen her nicht reichen wollten, in diesem Fall quer zu verarbeiten, erstellten wir Frauen dann auch die Rückwand über der Klappe.
Schließlich blieb ich mit Erich und Hartmut über, die inzwischen eine Lösung hinsichtlich der unterschiedlichen Seitenteile und Anbringung der Tür gefunden hatten. Über dem weiteren Ideenaustauschs wegen der Türzarge ging dann zum Glück die Sonne unter. Aus den 3-4 Stunden waren glatt 10 geworden und ich war froh, dass die Dunkelheit uns zwang, noch schnell die Werkzeuge zusammenzusuchen und heimzufahren.
Am Morgen des Hoffestes brachte Kristina das von ihr beschriftete Brett über der Tür an, das Häuschen wurde noch mit Wasserkanister und Blumenstrauß, Seife und Handtuch und Klopapier bestückt.
Dank des guten Wetters machte es auch nichts, dass wir es nicht mehr geschafft hatten, ein Dach zu bauen.

 

Mittlerweile haben Hartmut und Erich das Häuschen mit einem tollen Dach versehen. Es sitzt sich so gemütlich da drinnen, zumal die Klobrille sich aufwärmt, kaum dass mensch sich draufgesetzt hat. Die Aussicht ist so einmalig ...

...dass schon mal das Wetter umschlagen kann bei einer Sitzung ...

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